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Zur Geschichte der Psychotherapie

Elementare psychotherapeutische Praktiken sind vermutlich so alt wie die Menschheit (Kriz, 2001; Stumm, 1999). Psychotherapeutische Funktionen wurden durch die Jahrhunderte beispielsweise in Form religiös-magischer Heilkunst von Priestern und Ärzten wahrgenommen. Die Anfänge wissenschaftlich fundierter Psychotherapie sind allerdings erst in jüngerer Zeit zu datieren. Der Beginn professioneller, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhender Psychotherapie wird an Sigmund Freuds (1856-1939) erstem umfassenden Werk Die Traumdeutung (1900) oder am gemeinsam von Joseph Breuer (1842-1925) und Sigmund Freud publizierten Fall der Anna O., in dem Aufsatz Über den psychischen Mechanismus hysterischer Phänomene (1893) bzw. mit den gemeinsamen Studien über Hysterie (1895) angesetzt (Kriz, 2001).

Obwohl in der Literatur kein Konsens darüber besteht, in welchem Jahr oder mit welchem Werk der Beginn wissenschaftlicher Psychotherapie anzugeben ist, herrscht weitgehende Einigkeit darüber, dass die Begründung der Psychoanalyse, trotz früher Vorläufer verhaltenstherapeutischer Ansätze - welche jedoch anfänglich den pädagogischen und nicht den therapeutischen Aspekt in den Vordergrund stellten - zugleich auch den Beginn der modernen Psychotherapie überhaupt markiert (Kriz, 2001).

Literatur
Kriz, J. (2001). Grundkonzepte der Psychotherapie. Eine Einführung (5. Auflage). Weinheim: Psychologie Verlags Union.
Stumm, G. (1999). Geschichte, Paradigmen und Methoden der Psychotherapie. In T. Slunecko & G. Sonneck (Hrsg.), Einführung in die Psychotherapie. Wien: Facultas, 27-76.

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